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Verlassen
Mein Aug ist trüb, mein Herz ist schwer, und ich vermiss mein Frauchen sehr. Noch gestern ging sie mit mir aus, dann aber ganz allein nach Haus. Ich wollt ja nach ihr rennen, nur hab ich es nicht können! Da ist der Gurt an meinem Bein, soll das ein neues Spielchen sein? Am Baum hat sie mich festgemacht, was hat sie sich dabei gedacht? Weiß sie nicht, wie ich leide? Wir sind doch Freunde, wir beide! Wie froh sind wir herumgetollt, und hab ich sie zurückgeholt, die Stöckchen, sicher, leicht und schnell, sie kraulte lobend mir das Fell. Mein Bellen und ihr Lachen, das konnte glücklich machen! Und wenn sie einmal traurig war, ich strich ihr tröstend über’s Haar. Und hatte stets ein off’nes Ohr, wärmte ihre Seele, wenn sie fror. Meint ihr ich habe keine, weil ich nicht lache oder weine? Nun frier ich selbst, trotz dickem Fell, ach hört denn niemand auf mein Gebell? Und auch mein Magen knurrt so sehr, wenn doch bloß der dumme Gurt nicht wär. Ich spüre, wie mir die Kraft entschwindet, ich sterbe, wenn mich keiner findet! Oh Frauchen, bitte sag mir an, was hab ich Böses Dir getan? Dass Du mir auferlegst dies Joch, ich aber lieb Dich immer noch, auch wenn ich mich zu Tode quäle, mit meiner ganzen Hundeseele!
Verstoßen
Verstoßen! Ich begreif' das nicht - wie konnte das geschehen? Und denk' ich noch so lange nach, ich werd' es nie versteh'n. Die Welt ist doch so schrecklich groß und ich so winzig klein - wieso soll denn gerad' für mich kein Platz zu finden sein?
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Alleingelassen
So alleine, kleiner Welpe, auf der Blumenwiese hier? Mit erstaunten großen Augen schaust du fragend auf zu mir. Hier entlang wollt' ich nicht gehen - Hat dich jemand hier vergessen, dich mit Absicht hergetragen? Wie lang bist du wohl hier gesessen? Die Sonne wird bald untergeh'n - komm, komm mit nach Haus zu mir, denn du musst sehr hungrig sein, und zu trinken geb' ich dir. Alle Kleinen brauchen Liebe, ganz bestimmt ein kleiner Hund. Und dass ich dich finden konnte, war für diesen Weg der Grund!
Eine Handvoll Glück
Klirrendes, Glitzerndes, Elektronisches, Ferngesteuertes - alle Jahre wieder unter dem Weihnachtsbaum. Und, oh welche Freud', ein Hund! Ein Haustier als Wohnstubenzier - Was Kleines. Was Warmes. Strahlende Augen, lockiges Köpfchen Eine Handvoll Glück auf vier munteren Beinchen, geborgen im buntbestickten Deckchen - hier hat er ein Paradies! Probier die Schokolade, noch mal Limonade... Vielleicht ein Bierchen? Das süße Tierchen frisst alles, auch die, Tort'. Mit dem hat man kein Malheur, es pariert aufs Wort, hat ein feines Gehör. Nanu - was ist hier los? Ein Pfützchen, ein Häufchen groß. Der neue Teppich ist nass! Das geht zu weit, so geht s nicht mehr! Das Viecherl, das dreckige, gehört nicht hierher. Er hatte es gut, sogar ein eigenes Klo, läuft aber stets anderswo. Das Ganze war für die Katz! Hinaus mit dem lästigen Fratz, samt buntbesticktem Deckchen und seinem Klosettchen, hinaus auf den Balkon, dort hat er es gut, hat frische Luft, die braucht jeder Hund. Unweit vom Balkon, am Straßenrand, zur Seite geschoben, im Schnee man ihn fand. Was Kleines, was Kaltes - Gebrochene Augen. Zerschundenes Köpfchen. Eine Handvoll Glück mit vier steifen Beinchen, geborgen im Tod - der war sein Paradies!
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Geh endlich weiter, fremder Mann Schweigend steh ich da, erschüttert, vor den Boxen, engmaschig vergittert. Ein alter Hund mit weißem Bart, die Flanken eingefallen, dünn behaart, schaut mich mit leeren Augen an: "Du hilfst mir auch nicht, fremder Mann! Spar dir dein trauriges Gesicht, dein Mitleid, nein, das brauch' ich nicht! Geh endlich weiter, fremder Mann, denn du erinnerst mich daran, dass alle Liebe, die ich hab, umsonst ich einem Menschen gab! Doch wenn er käm', holt' mich nach Haus, wie anders säh' die Welt dann aus! Mein ganzes Herz wär' wieder sein - warum nur ließ er mich allein? Geh' endlich weiter, fremder Mann, denn du erinnerst mich daran, dass alles hätte ich gegeben, für deinen Bruder - selbst mein Leben! Spar dir dein trauriges Gesicht, dein Mitleid, nein, das brauch' ich nicht. Geh weiter - oder wag' den Schritt, hab' Erbarmen - nimm mich mit!"
Gedicht eines armen Hundes
Es war einmal ein Hund. Doch weil ihn niemand mochte am Tage und beim Dochte, so kam er auf den Hund. Er strich vorbei am Hang und strolchte durch die Wälder und fraß die Maus der Felder und hockte Tag für Tag an der verschlossenen Tür und hoffte, dass wer käme und ihm zum Ofen nähme. Ach, keiner trat herfür. So blieb er voller Scham und still verhüllter Sorgen, bis ihn an einem Morgen der Herrgott zu sich nahm. Auf einer Wolke ruht er nun zu Vaters Füßen: Ich lass' die Brüder grüßen mir geht es endlich gut.
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Ich traure um Euch Ich trauere um euch Ich, der kleine Schäferhund traure um all die wehrlosen Hunde Ich traure um Euch, die Ihr vergessen irgendwo sterben müsst, ich traure um Euch Ich traure um Euch, die verlassen und abgeschoben werden, ich traure um Euch Ich traure um euch, die ihr aus menschlicher Dummheit vernachlässigt wurdet, Ich traure um Euch, die durch Menschenhand getötet wurden, aus Hass, Eitelkeit oder Rohheit, ich traure um Euch Ich traure um Euch, die Ihr für menschliche Zwecke missbraucht und gefoltert wurdet, ich traure um Euch Ich traure um Euch, die ihr Leben für den geliebten Menschen gelassen haben, ich traure um Euch Ich traure um Euch, die Heimatlosen, Ausgestoßenen, Namenlosen, ich traure um Euch Ich hoffe mit Euch, dass Ihr eine bessere Welt antrefft, dort wo Ihr nun seid, ich hoffe mit Euch Ich hoffe für mich Dass ich dereinst Zugang erhalte zu dieser Welt und euch dort wieder sehe, am Regenbogen. Dies hoffe ich!
Hundewunsch
Wünschst du dir einmal ein Hündchen, denk' gut vorher drüber nach! Du sollst immer für es da sein, jeden Tag und manches Jahr. Es gibt nicht nur frohe Stunden, manchmal fordert´s auch Verzicht. Jeden Tag möcht's deine Liebe, sieh's doch mal aus seiner Sicht. Es will sich Dir anvertrauen, dich beschützen bei Gefahr. Will sein ganzes Herz dir geben und dies viele, lange Jahr'. Leider bist du nicht so stetig, hast geändert deinen Sinn. Schiebst den Kleinen ab ins Tierheim kein Gedanke wandert hin. Hast dem Tier das Herz gebrochen, es versteht die Welt nicht mehr, war´s doch immer brav und artig doch du kommst nie wieder her. Traurig denkt´s an schön're Stunden als du spieltest noch mit ihm. Doch du hast ihn längst vergessen zu andern Dingen zieht's dich hin. Darum mache Dir Gedanken! Hol' nicht leichtfertig ein Tier! Nur wenn du willst zu ihm halten, denn es hält ja auch zu dir.
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Ode an einen Schweinehund
Taschen und Koffer sind schon gepackt, alle Mann ins Auto - zack, zack, zack! Herrchen nimmt die Leine, sein Blick fällt auf mich - hurra! Ich darf mit, wie glücklich bin ich! Nach kurzer Fahrt macht das Auto halt, Herrchen geht mit mir in den Wald. Ah - Stöckchen werfen - das kenne ich schon, ab geht die Post, ich rase davon. Der Stock fliegt hoch, der Stock fliegt weit - ich renne eine Ewigkeit! Jetzt hab` ich ihn und packe das Stück! Im Schweinsgalopp geht`s dann zurück. Den Stock im Maul, ich freu mich gar sehr! Am Platz angekommen, doch der ist leer - ich bin sehr verwundert, versteh` gar nichts mehr. Herrchen, wo bist Du? - Humor hab` ich viel, vielleicht ist das ein neues Spiel? Mit der Nase am Boden lauf ich auf und ab, manchmal ganz langsam, manchmal im Trab. Verzweifelt versuche ich Dich zu finden! Ich spüre, wie meine Kräfte schwinden. Ich habe Hunger und will nur noch heim! Herrchen, warum lässt Du mich allein?! Erschöpft und müde leg` ich mich hin – da packt mich die Hand, ich konnte nicht flieh`n. Sie steckt mich in einen Käfig `rein... Ah - gleich kommt Herrchen und holt mich heim. Schlafen, schlafen... ich seh` Dich im Traum verschwommen, aber Du bist nicht gekommen! Dann bringt man mich in einen Raum! Hilfe! Wo bin ich - aus ist der Traum! Ich sehe mich um - öd`, kalt und leer und das Gefühl: “mir hilft keiner mehr”! In meiner Nase ein übler Geruch! Er fällt über mich her wie ein Leichentuch, dieser Geruch - irgendwie marod' - ich glaube, so riecht der Tod! Ein letzter Gedanke geht mir im Kopf herum: Herrchen, mein Herrchen: warum, warum? Ich wollte Dein Freund sein, der Beste, den`s gibt! Herrchen, ich habe Dich immer geliebt!
Freundschaft
Einst hatte ich der Freunde sieben, sechs verließen mich in böser Stund', nur ein einziger ist mir geblieben, und dieser ist mein treuer Hund.
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Klage eines verlassenen Hundes
Ich wünsch', jemand erklärte mir, was kann es denn wohl sein, dass man mich plötzlich ausgesetzt mit Hunger, Durst und Pein Sie schienen doch so froh als ich eintraf als Hundekind So vieles hatt' man mit mir vor, denn ich wuchs geschwind Das Herrchen sagte, ich soll Freund ihm und Begleiter sein das Frauchen sagte, sie sei nun nicht mehr voll Furcht allein Die Kinder wollten füttern mich und bürsten jeden Tag und spielen und spazieren gehn, wenn ich nur bleiben mag. Doch jetzt - der Herr hat keine Zeit und Frauchen sagt, ich schuppe... Sie duldet mich nicht mehr im Haus, nicht mal zur Mittagssuppe. Die Kinder gehn nicht mehr mit mir, sie sagen stets: "Jetzt nicht" Ich würd' sie ja so gerne bitten - wie? - das weiß ich nicht. Denn alles, was ich hab, ist Treue - Ach, wüst' ich doch, wofür? Warum sie, die mich erst geliebt, jetzt jagen vor die Tür ...
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Herr, ich bin nur ein armer Kettenhund, steh' nun vor Dir, mein Hals ist wund. Fast eingewachsen ist der Ring, mit dem ich an der Kette hing. Hab' Ohrenschmerzen, bin fast blind von Regen, Schnee und kaltem Wind, von Rheuma steif sind meine Knochen, bin fast auf meinem Bauch gekrochen aus Angst vor meinem strengen Herrn; denn mich zu streicheln, lag ihm fern, hätt' gern gegeben alle Liebe, erhalten hab' ich oft nur Hiebe, nur so - weil grad im Weg ich stand, und hätt' so gern geleckt die Hand für nur ein wenig Zärtlichkeit, ein wenig Lob, wär' gern bereit mein armes Leben hinzugeben könnt' ich mein Aug' zu ihm erheben und lesen dann in seinem Blick ein wenig Liebe - doch dies Glück beschieden hier war es mir nie, war immer nur ein armes "Vieh". Bin noch nicht alt nach Menschenjahren und hab schon so viel Leid erfahren! Doch steht einmal mein Herr vor Dir, dann bitt' ich Dich - versprich es mir! - ich fleh' darum nicht ohne Grund, schick ihn zurück als Kettenhund!
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Gedicht eines Hofhundes
Abends wird mir furchtbar kalt, denn der Winter kommt nun bald. Ich habe 14 Jahre lang nie das Haus gesehen, nur die Bank.
Die Bank im Kuhstall ist mein Korb, kalt und zugig immerfort. Ich bin ein Hofhund und wache hier, doch ich kann es jetzt nicht mehr. So träge bin ich jetzt geworden, jeder Knochen tut mir weh.
Ach, wär' ich doch am warmen Ofen und dürft' ich nur mein Herrchen sehn. Mit letzter Kraft geh ich zur Bank und lege mich hinunter, hinauf kann ich schon lang nicht mehr, mein Bett ist lang darunter.
Ich durfte nie im Hause sein, schlief friedlich nun im Kuhstall ein.
Herr, was wirst Du tun mit Deinem neuen Hund, wenn jetzt der Winter kommt? Ins Haus darf er nicht mit hinein, das ist ja ungesund. Er wird genau wie ich einst war, im Stalle sein und frieren.
Frag mich ganz ernst, hast Du ein Herz? Mitleid mit deinen Tieren? Wie kann ein Mensch denn so was tun, und dabei friedlich schlafen? Er liebt Dich so, Dein neuer Hund, man sollte Dich bestrafen!
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Keine einsamen, kalten Nächte, und nicht mehr hören, dass ich böse bin. Kein knurrender Bauch von den Mahlzeiten, die ich nie hatte. Kein versengender Sonnenschein bei einer trockenen Wasserschüssel. Keine sich über Geräusche beschwerenden Nachbarn, wenn ich weine. Nicht mehr zu hören: Sei ruhig, geh runter oder raus hier! Nicht mehr dieses ablehnende Gefühl, nur Frieden liegt in der Luft. Sterbehilfe ist ein Segen, trotzdem es einige nicht sehen können. Warum wurde ich überhaupt geboren, wenn wir niemals existieren sollten? Der letzte Tag meines Lebens war der beste, den ich jemals hatte. Irgendjemand hielt mich sehr dicht bei sich, ich konnte sehen, dass sie sehr traurig war. Ich küßte das Gesicht der Lady, und sie umarmte mich, als sie weinte. Ich wedelte mit der Rute, um mich bei ihr zu bedanken, dann schloss ich meine Augen und starb.
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Hoffnungslos – Wertlos – Pausenlos
Hoffnungslos
Hunde, gestrandet im Tierheim. Abfall menschlichen Konsums. Als Welpen (vielleicht) geliebt und umsorgt, doch später oftmals.....
Wertlos
Würdelos in Zwingern oder an Ketten verwahrt Gedankenlos allein gelassen. Lieblos ihrer Krankheit überlassen. Interesselos vernachlässigt. Verantwortungslos abgegeben, ausgesetzt
Pausenlos
nach Liebe bettelnd und gleichzeitig Angst vor der Hand, die sie streicheln will. Vielfach die Bewegungen antriebslos der Blick mutlos, die Augen leblos. Was ist nur mit den Menschen los?
Am Straßenrand
Kleiner Hund, ich sah dich niemals spielen, nur liegen, am Straßenrand – tot ... Viele Tage stellte ich mir die Frage: Woher bist du gekommen? Wohin hattest du gehen wollen? Du kamst nie an Wurdest du jemals geliebt? Hast du jemandem gehört? Wurdest du jemals gestreichelt? Hat dich jemand vermisst? - Ich glaube nicht. Am Straßenrand du lagst, nicht mal ein Grab dir jemand gab... Nur ein kleiner Hund, ein toter Hund am Straßenrand... Ich werde an dich denken! Versprochen!
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Mensch, hier sitzt dein Hund und wartet, zu ängstlich und zu hoffnungsvoll, einfach zu gehn, seit Tagen sitzt er einfach nur an der Straße, er wartet auf dich und kann nicht verstehn - wieso du ihn einfach verlassen hast. Er dachte, hier hältst du nur an auf ein Spiel, das war vor Tagen, und dann gingst du fort. Voll Vertrauen, ganz sicher, dass du zurückkommst, leidet er seither an diesem einsamen Ort - an dem du ihn einfach warten lässt.
Und so legt er sich nieder und schließt seine Augen, als er schwach wird vor Hunger, die Kehle wund. Dir, Mensch, hätt' ich gewünscht, zu erleben, wie er schließlich starb, dein wartender Hund - den du einfach vergessen hast.
Eines Abends
... eines Abends wirst Du über Deinem Zwinger ein Licht leuchten sehen, und Du meinst zu wissen, woher es kommt ... ... eines Abends wirst Du über Deinem Zwinger eine Sternschnuppe versinken sehen und Du meinst zu wissen, wer sie Dir geschickt hat ... ... eines Abends wirst Du über Deinem Zwinger den Mond versinken sehen, und Du meinst zu wissen, wer immer noch an Dich denkt ... ... eines Abends wirst Du über Deinem Zwinger kein Licht mehr leuchten sehen, denn der Mensch, an den Du immer noch denkst, hat längst angefangen, Dich zu vergessen ...
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Als es Dir finanziell gut ging, hast Du mich gekauft. Als es Dir etwas schlecht ging, habe ich Dich mit meiner Anwesenheit getröstet. Als es Dir noch schlechter ging, hattest Du es genossen wenn Du mich im Arm halten durftest und meinen Atem an Deiner Wange spürtest. Als es Dir miserabel ging, hast Du mich einfach abgegeben. Als ich bemerkte, dass Du weg bist, habe ich nach Dir gerufen. Du bist nicht gekommen als es mir schlecht ging. Du hast mich nicht getröstet wenn ich weinte. Du bist aus meinem Leben verschwunden.
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Wer sitzt denn da, so ganz alleine... ...weil man ihn nicht mehr halten kann an der Leine? Man hat ihn gekauft, weil er so süß dreinschaute, und seine kleinen Welpenlaute haben den Menschen unvernünftig gemacht - und nun hat es eben doch gekracht. Der süße kleine Welpe wurde groß und riss sich von der Leine los; er begann andere Hunde zu beißen, und das sollte erst: "Der Anfang" heißen. Der Hund begann, die Leute zu belästigen, darauf wollte man ihn wieder an der Leine befestigen. Doch der Hund wurde stark und sich seiner Kraft bewusst - haben dies seine Besitzer denn nicht gewusst? Der Hund schnappte nach fremden Personen da dachten sich seine Leute: Vielleicht würde sich ein Besuch im Tierheim lohnen! Da könnten wir den Hund absetzen, ohne ihn dabei zu verletzen. Die Leute haben den Hund in das Auto gepackt, ohne Halsband, praktisch ganz 'nackt'. Der Hund vertraute seinen Menschen blind, schließlich war er doch ihr liebes Hundekind. Stets war er brav, durfte frei laufen und auch mal mit anderen Hunden raufen. Mutig hat er seine Menschen stets geschützt, immer hat sein Gebell genützt, dass der Fremdling wieder ist umgekehrt und seine Leute blieben unversehrt ... Lobworte bekam er dafür keine, nein, man schlug ihn sogar mit der Leine. Doch der Hund hatte es im Blut, dass man seine Leute schützt mit Mut! Also vertrieb er stets brav - zähnefletschend - die Fremden; doch warum muss er denn nun im Tierheim enden? Warum wollten sie ihn nicht mehr haben, warum darf er nicht mehr friedlich Knochen nagen? Warum ist er plötzlich nicht mehr willkommen, wo er sich doch so vorbildlich hat benommen? Warum muss er denn nun hier sitzen? Und die Welt sehen durch Ritzen? Warum? Weil die Menschen waren so dumm! Sie haben dich gekauft, mein Kleiner, über Erziehung hat niemand etwas gewusst, nein, wirklich keiner! Man hat dich mal eben so gekauft, damit wieder einmal etwas im Hause 'lauft'. Dass durch ihr Unwissen so böse werden kannst, dass jetzt jeder vor dir hat Angst, das hätten sie wohl nie gedacht.... ...sonst hätten sie diesen Fehler bestimmt nie gemacht!
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Wo Hass und Macht mehr als Liebe zählt? Wo Geld und Gold mehr als Hoffnung zollt? Was ist diese Welt ohne uns denn noch wert? Wenn sich keiner mehr über Unrecht beschwert? Wenn keiner mehr nimmt sich der Schwachen an..... Wo jeder, was er will, mit uns machen kann? Was ist diese Welt ohne Liebe und Herz? ohne Freunde, Friede, Lachen und Scherz? für mich wär so eine Welt nicht mehr schön... würd' nie mehr die Sonne untergehn sehn... ich will und ich werde, so schwer es auch ist, ganz sicher eins niemals,.....ein Egoist! Der nicht fühlt, wie sehr es den anderen quält, wenn ein Wesen nicht mehr zu seinem Leben zählt. denn wer nie bedingungslose Liebe in seinem Leben erlebt weiß nicht, wonach mein Herz nun schmerzlich strebt...... Ich fühl' mich verlassen, ich fühl' mich allein.... so stark...ja SO stark kann nur bedingungslose Liebe sein! es ist NUR ein Tier..... so sagt man dir.... doch ist ein treuerer Freund nun hier? Wer niemals die Liebe und Treue eines Tieres erfahr´n ... ihr Leute, ich glaube, der Mensch, der ist arm!
Ihr liebt die treuen Hunde nicht?
Ihr liebt die treuen Hunde nicht? weil Eure Herzen fremd geblieben, was aus der Hundeseele spricht - und wie ein Hund vermag zu lieben. Das Tier seht Ihr im Hunde nur - geschaffen, willig Euch zu dienen, Euch ist der Schöpfer der Natur - in seinem Wesen nie erschienen. Kommt nur ins Elend erst einmal von allen, die Ihr liebt, verlassen, und fühlet der Enttäuschung Qual - dann lernt Ihr Hundetreue fassen.
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Wie lange hab' ich weggeschaut, kann ich es mir selbst je vergeben? Wie lange hab' ich dein Elend ignoriert - bin ich denn taub? Wie lange bin ich meinen Weg gegangen, ohne dich auch nur zu sehen - bin ich denn blind? Wann endlich begreife ich meine Verantwortung für dich - wenn ich ein Mensch bin! Wann endlich bin ich ein Mensch - wenn ich dich seh'! Wann endlich sehe ich dich - wenn ich meine Verantwortung akzeptiere! So hilfst du mir in deinem Leiden, zur Menschlichkeit zu kommen! Ich will dich beschützen und trösten! Ich bitte dich um Vergebung! Und du, mit reiner Seele sprichst mich frei mit deinem Blick. Womit habe ich deine Gnade verdient?"
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Ich wünsch', jemand erklärte mir, was kann es denn wohl sein, dass man mich plötzlich ausgesetzt mit Hunger, Durst und Pein Sie schienen doch so froh als ich eintraf als Hundekind So vieles hatt' man mit mir vor, denn ich wuchs geschwind Das Herrchen sagte, ich soll Freund ihm und Begleiter sein das Frauchen sagte, sie sei nun nicht mehr voll Furcht allein Die Kinder wollten füttern mich und bürsten jeden Tag und spielen und Spazierengen, wenn ich nur bleiben mag. Doch jetzt - der Herr hat keine Zeit und Frauchen sagt, ich schuppe... Sie duldet mich nicht mehr im Haus, nicht mal zur Mittagssuppe. Die Kinder gehn nicht mehr mit mir, sie sagen stets: "Jetzt nicht" Ich würd' sie ja so gerne bitten - wie? - das weiß ich nicht. Denn alles, was ich hab, ist Treue - Ach, wüsst' ich doch, wofür? Warum sie, die mich erst geliebt, jetzt jagen vor die Tür ...
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Du hast in meine Augen gesehen, da war es schon um dich geschehen, Du hast mich mit Nachhause genommen, ich bin ganz neugierig mitgekommen. Du hast mich stolz spazieren geführt, die Bewunderung der Passanten gespürt. Du hast mit mir getobt und gespielt, und die eine Weile glücklich gefühlt. Dann hab ich auf den Teppich gemacht. Da hast du nicht mehr so freudig gelacht. Dann musstest du fort, ich weiß nicht wohin, ich hab nur gespürt, wie lästig ich bin. Dann wurde ich größer, dir fehlte die Zeit, ich wollte zwar brav sein, doch bald gab es Streit, dann hab' ich vor Frust die Möbel zerkaut, das war dir zuviel, und du wurdest laut. Du hast von Erziehung und Härte gesprochen, und ich habe Deinen Zorn gerochen. Du hast mich verbannt aus deinem Haus, aus dem Zwinger kam ich nur noch selten raus, Du hast mir Futter und Wasser gegeben und gedacht, das sei genug für mein Leben. Du hast ein neues Spielzeug gefunden - hattest die Nase voll von uns Hunden. Dann wurde ich krank, lag einsam im Stroh, ich dachte, mein Herz wird nie wieder froh. Dann hast du bei mir nicht mehr saubergemacht, mir nur noch meinen Fressnapf gebracht. Dann hab' ich gewusst, bald ist es vorbei, denn niemand hört meinen stummen Schrei. Dann ging ich hinüber, weit von dir fort, an einen neuen, besseren Ort. Es bleibt nur ein trauriger Blick zurück. Soviel Leid für ein klein wenig Glück? Ich frage dich, warum liebtest du mich? Ich war doch nur ein Spielzeug für dich. Du hast mich gewollt, du hast mich bekommen, du hast mir mein ganzes Leben genommen. Warum liebtest du mich? Hast mich niemals begriffen. Hast auf alle meine Gefühle gepfiffen. Dein Herz ist kalt. Wird niemals warm. Bei all dem Spielzeug bist du - arm...
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Wieso zählt mein Leben soviel weniger als das Deine? Wir beide leben doch. Mein Leben ist auf einmal wertlos? Wieso sagtest Du mir, du würdest mich lieben? Nur leere Worte aus Deinem Mund? Ohne Wahrheit? Ist Liebe nicht anders? Als wir uns kennen lernten, sagtest Du: "Für immer soll es sein, das Band das uns verknüpft". Ist denn "immer" schon vorbei? Ist "immer" nur eine Laune? Ist "immer" schon vorbei? Als Du mich zu Dir holtest, sagtest Du da nicht: "Nie mehr ohne Dich". Und jetzt war gestern "nie"! Jetzt blick' ich allein zurück, einsam, ängstlich. Hatten eine lange schöne Zeit gemeinsam. Aber alles im Gestern, kein Morgen mehr. Mit der Zeit, ich bin älter geworden, ich und Du. Aber ich bin immer noch ich. Zu alt für Dich? Das versteh' ich nicht. Unsere Zeit war schön, teilten Freud und Leid. Du suchst jetzt nach etwas Jüngerem. Aber Du hast doch mich, warum ist das Alter so wichtig für Dich, und nicht für mich? Gestern, alles, was wir hatten, vorbei für immer. Heute bin ich wertlos. Morgen mein letzter Tag. Du hast es entschieden, Tod als Erlösung. Ich wollte noch soviel erleben, gemeinsam mit Dir. Meine Zukunft hast Du weggewischt. über mein Leben entschieden. Warum ? Ein ganzes Leben zusammen, es war perfekt. Dir meine ganze Liebe geschenkt. Meine Liebe zu Dir, die stirbt mit mir: Deine Tat. Wieso verurteilst Du mich zum Tode? Ich hab' doch nichts getan. Wollte nur leben. Leben mit Dir ...
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Ich bin den weiten Weg gegangen, nun bin ich am Endort angelangt. Es riecht nach Kot, Urin und Blut. Ich bin krank, doch keinen kümmert's, ich bin durstig und hungrig, doch keinen kümmert's, ich finde keine Ruhe, weil auch meine Brüder und Schwestern vor Angst, Hunger und Durst heulen, doch keinen kümmert's. Wir haben alle den Endort erreicht und täglich werden es mehr. In ein paar Tagen werden sie kommen, dann finde ich meinen Frieden, diese Hoffnung verdrängt langsam meine Angst. In diesem unserem Lande werden die Lebenden, die Toten noch beneiden! Ein guter und immer treu sorgender Mensch, hat mein Leben zerstört, er hat meine unendliche Ergebenheit und Liebe verraten. Er hat mich weggegeben, weil er wohl verzweifelt war.
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Lieber Gott, bitte schicke mir jemanden, der sich um mich kümmert! Ich bin müde vom Laufen, ich bin krank vor Verzweiflung. Mein Körper tut weh, er ist vor Schmerzen zugrunde gerichtet. Und lieber Gott ich bete während ich durch den Regen laufe, dass jemand mich lieben und mir ein Zuhause geben wird. Ein warmes gemütliches Bett das nur mir gehört. Mein letzter Halter hat mich vernachlässigt und mich verjagt um Müll zu durchstöbern und als Streuner zu leben. Aber jetzt, Gott, bin ich müde und hungrig und mir ist kalt. Und ich befürchte, dass ich nicht alt werde. Sie haben mich mit Stöcken gejagt und mich mit Steinen beworfen während ich durch die Straßen laufe und nur nach Knochen suche! Ich bin nicht wirklich böse, Gott, bitte helf mir wenn Du kannst. Weil ich ein "Opfer des Menschen" geworden bin! Ich bin verwurmt, lieber Gott, ich bin flohgeplagt wenn alles was ich will ein Halter ist dem ich dienen kann! Wenn Du einen für mich findest, Gott, werde ich versuchen lieb zu sein. Ich werde nicht fortlaufen und ich werde tun was von mir verlangt wird. Ich glaube nicht, dass ich alleine lange überleben werde, weil ich so schwach werde und so alleine bin. Jede Nacht wenn ich in den Gebüschen schlafe, weine ich, weil ich solche Angst habe, Gott, dass ich sterben werde! Und ich habe so viel Liebe und Zuneigung zu geben, dass mir eine Chance auf ein Überleben gegeben werden sollte. Also lieber Gott, BITTE, BITTE erhöre mein Gebet und schicke mir jemanden der sich WIRKLICH um mich kümmert.
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Blanker Stein auf dem ich liege Feucht von meinem Seelenschmerz Wo sind die Menschen die ich liebe? Menschen... ohne Stein als Herz... Lange konnte ich nicht glauben Dass ihr mich wirklich nicht mehr wollt, bin immer hin und her gelaufen, hab geknurrt, und hab gegrollt. Tagelang hab ich gewartet, kein Futter hab ich angerührt Wochen... sind daraus geworden...! Von Euch... ist keiner zurückgekehrt! Lange habe ich überlegt Was habe ich nur getan? Sicher war es furchtbar schlimm sonst hättet ihr das nicht getan! Draußen vor dem Eisengitter Gehen viele, Tag für Tag Schauen oft zu mir herüber Aber keiner holt mich ab. Manchmal kommen Kinder, die spielen auch mit mir, doch wenn dann der Abend kommt – gehen sie heim und ich bleib hier! Traurig stehe ich am Gitter, wedle freundlich jedem zu wer mich anschaut...? Kommt nicht wieder, egal ob ich noch wedeln tu... Lange Zeit ist schon vergangen... Ich fühle nicht mehr diesen Schmerz Irgendwann hab ich vergessen Wie er war, DER MENSCH MIT HERZ...!
Tierheim
Ich kam schon als Welpe hierher Sprang meinen Leuten wohl zuviel umher Nun bin ich schon alt und kann nicht mehr springen Wieso auch, ich muss mit der Langweile ringen Mein Zimmer kalt und auch nicht geschmückt Nicht einmal eine Decke die mich entzückt Kein Streicheln, keine lieben Worte Hier an diesem einsamen Orte Doch das kümmert keinen Sie wollen nur die lieben Kleinen Ich wünsch mir doch nur eine liebe Hand Und zwischen uns ein verbindendes Band Ich kann doch nur bellen als meine Tür aufgeht Und ein großer Mann vor mir steht Nimm mich mit, ich werd auch nicht viel verlangen An deiner Seite niemals bangen Du nimmst mich mit in einen anderen Raum Es riecht nicht gut doch meine Angst verfliegt wie Schaum Denn ich werde gestreichelt und bin so froh Den kleinen Piecks vergess ich auch so Nun bin ich so müde und schlaf ein in deinen Armen Es hatte endlich jemand mit mir Erbarmen
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Ich bin verspielt, ich bin noch klein und meine Seele ist noch rein. Ich hab gewartet auf einen Freund, auf jemanden, der mich mag.
Dann kamst du - ach, wie hab ich mich gefreut! Ich wusste nicht wie es sich fühlt - wenn Menschenhand nach einem greift!
Doch dann!!!! Es tat so weh. Ich wusste nicht warum. Von jetzt an deine Hände - für mich nur Schläge bedeuten. Ich bin fertig, voller Schmerzen. Nein, mein Schreien und Wimmern hat niemanden gestört.
Jetzt ist die Zeit sich mal zu wehren, nach deinen Händen mal zu beißen. Doch es wird schlimmer und geht weiter, Schlag für Schlag und Tag für Tag. Ich habe Durst und Hunger. Ja, du mein Herrchen gibst mir was. Es schmeckt nicht gut, doch was soll ich machen? Es ist halt Blut!!!!!!!!
Ich wachs heran und wachs heran, Schläge sind Routine! Doch dann.... Ein Kalb man mir zu Füßen legt, mich dazu zwingt und mit der Stange schlägt!
Ach! Das will das Herrchen nun von mir! Zerfetzen soll ich nun das Tier! Ich hoff' oh Herrchen, das ist gut!? Doch du, du hast nur noch mehr Wut!
Zerrst mich herbei und noch so einen wie mich. Ein Freund? Nein! Den kenn' ich nicht. Oh ja mein Herrchen, den zerfetze ich auch für dich! Ich dachte Gutes wäre nun vollbracht. Das Töten hast du mir beigebracht!!!
Meine Seele ist auf ewig nun zerstört und es gibt keinen, der mein Wimmern hat gehört. Was heute ich - bist morgen du! Schreit es hinaus in die ganze Welt! Nur ein gutes Herrchen, auch ein gutes Tier erhält!!!
Einen Kampfhund gibt es nicht, der ist von Menschenhand gemacht! Drum gebt auf eure Hunde Acht! Denkt mal darüber nach!
Der Brief eines Kampfhundes
Ich kann leider nichts sagen, bin NUR ein Hund und werd gequält seit Tagen. Wenn ich nur schreiben könnt, schrieb ich ein Gedicht und hätt' dabei Tränen im Gesicht. Man sagt ich wär' ein Kampfhund, dass ich gefährlich bin, öffnet Eure Augen, - schaut genauer hin! Bin ich nicht nur ein Werkzeug, von Menschen scharf gemacht, von diesen skrupellosen, die nicht nachgedacht? Jetzt bin ich scharf und beiße auch, doch so ein Hund wohl keiner braucht. Man sagt, dass ich jetzt sterben muss, mit diesem Wahnsinn sei jetzt Schluss. Bin ich doch nur das Werkzeug Euer, gemacht von Euch zum Ungeheuer. Doch wenn ich jetzt auch sterben muss, durch Todesspritze oder Schuss, geb’ ich Euch Menschen einen Rat, ich bin ein Hund, ein Kamerad! Lasst meinen Tod nicht sinnlos sein und lasst die Hunde Hunde sein. Kann immer noch nicht sprechen, bin immer noch ein Hund, werd immer noch gequält, ich kenne nicht den Grund. Ich schreibe hier an Euch, es geht mir nicht sehr gut, ich habe meine Tränen ersetzt durch Hass und Wut. Ein Hund, den skrupellose Menschen hetzen, geprägt von Hass und Wut, wird sicherlich verletzen, er täte keinem gut. Dann ist er wieder da, der scharfe böse Hund, dann könnt ihr wieder töten, dann habt ihr einen Grund. Ich begreif euch Menschen nicht, woher kommt der Drang zum töten? Und warum trifft er mich? Was ihr mir dann versetzt, ist nur ein kleiner Stich, nun habe ich sie doch, die Tränen im Gesicht. Meine Augen werden schwerer, sie schließen sich dann ganz, in meinem Hundekörper beginnt der Todestanz. Jetzt bin ich tot, mein Körper wird ganz kalt, macht ihr denn zumindest vor meinem Grabstein halt? Da steht gemeißelt es ganz klein:
Lasst meinen Tod nicht sinnlos sein- und lasst die Hunde Hunde sein!
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Ich bin allein; es ist schon Nacht und stille wird’s im Haus. Dort ist ein Feuer angefacht, dort ruht mein Herr sich aus. Er liegt im warmen Federbett, deckt bis ans Ohr sich zu, und ich auf meinem harten Brett bewache seine Ruh. Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht, der Wind aus Ost weht kalt; Die Kälte ins Gebein mir kriecht, ich bin ja auch schon alt. Die Hütte, die mein Herr versprach, erlebe ich nicht mehr, der Regen tropft durchs morsche Dach, Stroh gab es längst nicht mehr. Die Nacht ist kalt, der Hunger quält, mein Winseln niemand hört, und wüsst' mein Herr auch, was mir fehlt, er wird nicht gern gestört. die Nacht ist lang, zum zehnten Mal leck ich die Schüssel aus, den Knochen, den ich jüngst versteckte, den grub ich längst schon aus. Die Kette, die schon oft geflickt, sie reibt den Hals mir bloß. Sie reicht nur noch ein kurzes Stück und nie werd ich sie los. Was Freiheit ist, das lern ich nie, doch weiß ich, ich bin treu. So lieg ich, warte auf den Tod, denn dieser macht mich frei.
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Mit seinem sanften Blick schaut er mich an, Seine Augen sind immer aufmerksam. In diesen Augen steht vieles geschrieben, von Angst, Einsamkeit und Hieben. Vieles, was andere nicht verstehen, Kann ich in seinen Augen sehen. Sein Kopf hängt müde herunter, und wird wahrscheinlich nie mehr munter. Er hat die Hoffnung längst aufgegeben, und somit auch sein ganzes Leben. Sein Körper ist von Narben übersät, denn als ich ihn entdeckte war’s fast schon zu spät. Ohne Wasser und ohne Futter lag er im Freien, ob es regnete, hagelte oder begann zu schneien. Das Dasein eines armen Kettenhundes führte dieser Hund, Tag für Tag, Stund für Stund. Wärme, Liebe und Geborgenheit lernte er nie kennen, Er konnte nie auf einer grünen Wiese herumrennen. Freiheit war für ihn ein Fremdwort, eine schwere Eisenkette band ihn immer an denselben Ort.
Glücklicherweise habe ich ihn dann entdeckt, Ganz verwahrlost und verdreckt. Nun führt er ein gutes Leben, Ich versuche ihm alles, was er braucht, zu geben.
Einen sauberen Schlafplatz, Aufmerksamkeit und genug zu Fressen, Aber es ist klar, er kann all die Jahre nicht einfach vergessen. Viel zu viel wurde hier schon von uns Menschen zerstört, Niemand hat jemals auf ihn gehört. Viele haben ihn gesehen, waren entsetzt und fragten: „Warum?“ Aber gekümmert hat sich niemand darum. Alle meinten nur: „Ich kann ja sowieso nichts machen!“ Und konnten ein paar Minuten später wieder lachen.
Ich ließ das aber nicht so auf mir ruh'n, denn ich wusste: Ich k a n n etwas tun! Es kostete viel Mühe und Kraft, Schlussendlich habe ich es jedoch geschafft. Natürlich habe ich mich riesig gefreut, und es bis jetzt keine Sekunde bereut.
Leider verbringen viel zu viele Hunde ein so elendes Leben, und noch mehr Menschen stehen tatenlos daneben. Sie denken: Dafür gibt es schließlich den Tierschutzverein, der kann jedoch auch nicht überall gleichzeitig sein!
Für meine geliebte Emmi, die auch so ein schlechtes Leben, bei einen brutalen Bauer, erlebte. Frauchen hatte es nie bereut, dich zu holen, in ein Heim vollerl Liebe. Emmi dankte es mir, sie wich nie von meiner Seite.
Ach Emmi, meine kleine Kettenhündin, ich vermisse dich.
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Gedichte
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